Prof. Dr. Jutta Allmendinger
Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin

Mehr Frauen in Führungspostionen ist mein erklärtes Ziel. Wir müssen alles unternehmen, damit das Potenzial der hervorragend ausgebildeten Frauengeneration auch in den Chefetagen genutzt wird. Dabei reicht offensichtlich die jahrelange freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen nicht aus. Das Ergebnis ist beschämend. Deswegen brauchen wir eine Quote.

Katrin Altpeter MdL
Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Es geht um Geld und Macht. Die Geschichte lehrt uns, dass weder Geld noch Macht freiwillig hergegeben werden. Wir Frauen waren lange genug geduldig, die Frist ist abgelaufen.

Seyran Ates

Senta Berger

Die Zeit ist reif für Veränderungen! Frauen sind ein Erfolgsfaktor. Ohne mehr Frauen an der Spitze, wird die Wirtschaft den Wettbewerb nicht bestehen. Wir fordern eine gesetzliche Regelung für eine Quote in Aufsichtsräten.

Prof. Dr. Maria Böhmer 
Vorsitzende der Frauen Union

Dr. Dagmar Braun
Geschäftsführerin der Braun Beteiligungs GmbH

Marlies Brouwers
Vorsitzende des Deutschen Frauenrates

Die Frage, ob man Frauenquoten braucht, hätte ich vor einigen Jahren mit einem entschiedenen „Nein“ beantwortet. Ich war mir sicher: Eine Frau, die gut qualifiziert ist, wird ihren Weg machen. Rückblickend muss ich sagen, dass mich die Erfahrung eines Besseren belehrt hat

Doris Buchholz
Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung Liberale Frauen

(Foto: Frank Ossenbrink)

Ohne den Druck der Quote wird sich in den Führungsgremien der Wirtschaft kaum etwas ändern

Renate Damm
Rechtsanwältin

Es reicht! 11 Jahre lapidare Absichtserklärungen ohne Wirkung sind der traurige Beweis für die Notwendigkeit einer gesetzlichen Frauenquote. Unser Ziel: Mindestens 40% Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten mitbestimmter Unternehmen.

Elke Ferner
Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF)

Ingrid Fischbach MdB

Gleichberechtigung bedeutet gleiche Teilhabe von Frauen und Männern in allen gesellschaftlichen Bereichen, ohne Wenn und Aber. Für die Erreichung dieses Ziels setzt sich der Katholische Deutsche Frauenbund seit seiner Gründung 1903 konsequent ein. Nur "ein bisschen gleich" ist uns nicht genug.

Dr. Maria Flachsbarth
Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB)

Maria Furtwängler

Wir können es uns nicht leisten, die Fähigkeiten, das Engagement und die Kompetenz von Frauen ungenutzt zu lassen. Und wenn das mit Freiwilligkeit nicht geht, dann muss eine Verpflichtung das Augenmerk erzwingen.

Vera Gäde-Butzlaff
Vorsitzende des Vorstands der Berliner Stadtreinigung

Prof. em. Ute Gerhard
Goethe-Universität Frankfurt

Es ist nicht egal, ob Frauen und Männer gleichermaßen in Entscheidungsfunktionen sind, nicht in der Politik, nicht in der Kirche, nicht in der Gesellschaft und gerade nicht in der Wirtschaft. Es ist Zeit! Und ohne Quote geht es - offensichtlich - nicht.

Katrin Göring-Eckardt MdB
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Präses der Synode der EKD

Dr. Margarete Haase
Vorstand DEUTZ AG

Der einzige Weg zu mehr Frauen in Führungspositionen und damit deren gerechte Teilhabe in Politik und Wirtschaft ist eine gesetzlich verankerte Quote und zwar jetzt und nicht erst in stets zu ferner Zukunft.

Dr. Martine Herpers
Vorsitzende erfolgsfaktor FRAU, Initiatorin Nürnberger Resolution

Heidi Hetzer
Geschäftsführerin und Inhaberin der Hetzer GmbH & Co. KG

Marli Hoppe-Ritter
Beiratsvorsitzende der Fa. A. Ritter (Ritter Sport)

Die Frauenfuflball-WM 2011 in Deutschland war ein Meilenstein in der Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs und bedeutet einen großen Imagegewinn für unsere Sportart. Kein Mädchen muss sich mehr rechtfertigen, wenn es Fuflball spielen will. Die  Einführung der neuen DFB-Direktion Frauen-, Mädchen- und Schulfußball und meine Berufung zur Direktorin, ist ein weiterer Baustein dieser positiven Entwicklung, die erst durch die großartige Arbeit von Pionierinnen wie unserer DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg möglich wurde.

Steffi Jones
DFB-Direktorin für Frauen-/Mädchen- und Schulfußball

Selbstverständlich muss zuerst die Leistung gelten, wie manche Quotengegner argumentieren. Es mag nicht leicht für manche Unternehmen sein, genügend qualifizierte Frauen für das Topmanagement in Deutschland zu finden. Wenn wir uns alle einig sind, dass es eine Frage der Vernunft ist, warum Frauen auch in Vorständen und Aufsichtsräten vertreten sein sollten, dann brauchen wir in Deutschland eine solche Regelung, um die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuholen. Schließlich wollen wir alle, dass unser Land zukunftsfähig bleibt.

Işınay Kemmler
Unternehmerin, Gründerin und Präsidentin des IKU.NET e.V. und Mitinitiatorin des Equal Pay Day in Deutschland

Es ist an der Zeit zu begreifen, dass Gleichstellungspolitik keine Nischenpolitik, sondern ein essentieller Bestandteil moderner Innovationspolitik ist.

Prof. Dr. Ute Klammer
Vorsitzende der Sachverständigenkommission Gleichstellung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Prorektorin für Diversity Management und Professorin an der Universität Duisburg-Essen

Zehn Jahre freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft waren absolut nutzlos. Und da sich auf freiwilliger Basis die gegenseitige Bevorzugung der Männer nicht knacken lässt, ist es Zeit für eine gesetzliche Vorgabe.

Susanne Klingner
Publizistin

(Foto: Stephanie Füssenich)

Karin Kortmann
Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

Hannelore Kraft

 

(Foto: Uta Rademacher)

In der CDU tummeln sich Quotenmänner, die wegen Regionalquoten, Konfessionsquoten oder Berufsquoten nach oben gekommen sind. Ich sage ganz eindeutig: Ich bin eine Quotenfrau, ich habe von der Quotenregelung bei uns profitiert, weil sich der Blick für die Personalauswahl geweitet hat. Deswegen bin ich für eine Frauenquote in der Partei, aber auch für das Druckmittel Quote in der Wirtschaft. Die Zeit der Freiwilligkeit ist vorbei.

Annegret Kramp-Karrenbauer
Ministerpräsidentin des Saarlands

Demokratie und Geschlechtergerechtigkeit gehören untrennbar zusammen.

Eva Kreienkamp
Vorsitzende der Geschäftsführung Hamburg-Köln-Express GmbH

In Deutschland haben Frauen zu wenig Chancen! 60 Jahre Grundgesetz und Gleichstellungsgrundsatz, doch noch immer werden Frauen diskriminiert. Deswegen brauchen wir im Jahr 2012 mit der Quote einen Modernisierungsschub für mehr Vielfalt. Ich bin überzeugt, dass die gesamte Gesellschaft von mehr Chancengerechtigkeit profitiert, auch die Männer.

Renate Künast MdB

Es ist politisch und ökonomisch fahrlässig, an Selbstverpflichtungenfestzuhalten. Es ist an der Zeit, einen Schritt weiterzugehen und Geschlechtergerechtigkeit politisch voranzubringen.

Monika Lazar MdB

Dr. Gesine Lötzsch MdB

 

(Foto: Studio FOX)

Dr. Claudia Lücking-Michel
Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

Wenn die Wirtschaft den vorhandenen Talentepool qualifizierter Frauen nicht nutzt, schadet sie sich selbst – gerade angesichts des prognostizierten Fachkräftemangels. Die Unternehmen sollten das Thema strategisch angehen; eine Quote für mehr Frauen in Aufsichtsräten ist ein erster, wichtiger Schritt.

Dr. Helga Lukoschat
Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin der EAF | Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft

Wir dürfen es nicht länger hinnehmen, dass Vorstandsetagen frauenfreie Zonen sind. Das ist peinlich für Deutschland. Und es zeigt: Die vielen Selbstverpflichtungen sind nicht wirksam genug, um Frauen den Weg an die Spitze frei zu machen. Das haben die europäischen Nachbarländer längst erkannt und gehandelt. Mein Credo für Deutschland: Wir brauchen die Quote!

Christine Lüders
Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Ulrike Mascher
Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland

Dieses Land hinkt auf einem Bein - dem männlichen. Deshalb brauchen wir eine Krücke: die Quote. Wenn uns das zweite, das weibliche Bein gewachsen ist, schmeißen wir die Krücke einfach weg.

Bascha Mika
Publizistin

Andrea Nahles MdB

 

(Foto: Florian Jaenicke)

Die Quote muss her, damit Geschlechtergerechtigkeit Realität wird. Und damit Männer und Frauen erfahren können: Mit Frauen im Top-Management erhöht sich der wirtschaftliche Erfolg der Unternehmen.

Karin Nordmeyer
Vorsitzende UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V.

Die Frauenquote ist für Linke Frauen nicht das Ziel, sondern das Mittel, verkrustete Männerseilschaften aufzubrechen und der Gesellschaft die Fähigkeiten und Kompetenzen hoch qualifizierter Frauen zur Verfügung zu stellen.

Gabi Ohler
Bundesrat Linke Frauen i.G.

Ich bin überzeugt, dass die Einführung der Frauenquote und die gesetzliche Verpflichtung der Wirtschaft zur Geschlechtergerechtigkeit das einzige Druckmittel sind, um endlich ein Umdenken zu erzeugen. Das ist jedoch lediglich ein erster Schritt. Weitere Maßnahmen in den Bereichen Kinderbetreuung sowie familienfreundliche Arbeitszeiten sind zwingend erforderlich.

Mürvet Öztürk
MdL und Mitglied im Kompetenzzentrum Muslimischer Frauen e.V.

Gleiche Teilhabe- und Entwicklungschancen von Frauen und Männern in allen gesellschaftlichen Bereichen sind ein Grundprinzip wirklicher Demokratie. Deshalb unterstütze ich die Berliner Erklärung.

Petra Pau MdB
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages

Freiwillig werden Männer ihre bisherige fast ausschließliche Macht nicht hergeben. Nur mit einer gesetzlichen Quote werden Frauen die ihnen zustehenden Anteile an allen – auch Führungspositionen erreichen können.

Dr. Lore-Maria Peschel-Gutzeit
Senatorin für Justiz a.D.

Ich unterstütze voll und ganz die Forderungen der Berliner Erklärung. Das Thema von mehr Frauen in Führungspositionen gehört nach jahrelangem Warten in die Hand genommen. Das ist im Sinne unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft. Eine ausgeglichene Führungsstruktur bringt bessere Ergebnisse, das wissen wir aus zahlreichen Studien. Und Frauen sind bestens qualifiziert. Wir können nicht auf sie verzichten. Es ist gut, dass Frauen, die selbst in einem Topjob sitzen und politische Verantwortung tragen, die Berliner Erklärung initiiert haben und die Debatte voranbringen. Diese Erklärung wird kein Papier bleiben. Dafür müssen wir uns europaweit verbünden. Die Europäische Kommission wird ihren Beitrag dazu leisten.

Viviane Reding
Vizepräsidentin der EU-Kommission
... unterzeichnet am 10.02.2012 in Berlin die Berliner Erklärung...

Die Quote ist mit Sicherheit nicht alles - in Sachen Gleichstellung, aber ohne verbindliche gesetzliche Regelungen tut sich leider gar nichts. Deshalb ist es höchste Zeit für diese partei- und institutionenübergreifende Initiative. Unsere Zukunft ist weiblich und wir können es uns nicht länger leisten, auf die Frauen - auch und gerade an der Spitze - zu verzichten.

Astrid Rothe-Beinlich
Frauenpolitische Sprecherin des Bundesvorstands Bündnis 90/Die Grünen

Ich bin für eine verbindliche Quote, weil sie eine win-win-Situation ist: sie nützt den Unternehmen, weil sie erfolgreicher werden und sie nützt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, weil sie zu mehr Familienfreundlichkeit führt.

Renate Schmidt
Bundesministerin a. D.

Alice Schwarzer
EMMA-Chefredakteurin

Rosely Schweizer
Vorsitzende des Kuratoriums Käte Ahlmann Stiftung

Manuela Schwesig

Mit der Berliner Erklärung sind die Wegmarken für eine Quote von mindestens 30 Prozent in Aufsichtsräten gesetzt. Die Frauen aller im Bundestag vertretenden Parteien zeigen jedem im Land, dass man für eine richtige und wichtige Sache auch über Fraktionsgrenzen hinweg an einem Strang ziehen kann. Jetzt müssen nur noch die Fraktionen insgesamt überzeugt werden. Oder andersherum. Es gilt zu beweisen, dass die Rufe nach mehr Frauen in Aufsichtsräte nicht nur Wortgeklingel waren! Glückwunsch! Ich unterstütze die Berliner Erklärung und Sie können es auch!

Ingrid Sehrbrock
stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)

Friede Springer
stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Axel Springer AG

Rita Süssmuth
ehemalige Abgeordnete des Deutschen Bundestages

Wir brauchen mehr Frauen in den Positionen, die mit Macht ausgestattet sind, damit endlich das unfassbare stetige Ansteigen der Zahl von Frauen, die mit ihren Kindern unter die Armutsgrenze fallen, gestoppt wird.

Dr. Antje Vollmer
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a.D.

(Foto: Jim Rakete)

Dr. Ursula von der Leyen

Gemischte Führung ist erfolgreiche Führung. Deshalb brauchen wir endlich effektive Maßnahmen für mehr Frauen in den wirtschaftlichen Top-Positionen und eine Quote für die Aufsichtsräte.

Jutta von Falkenhausen
Rechtsanwältin

Ohne Quote bewegt sich in diesem Land nichts. Wir Frauen brauchen sie einfach nur zur Umsetzung des Grundgesetzes: Männer und Frauen sind gleichberechtigt!

Maria von Welser
Publizistin

www.mariavonwelser.de

Selten in der Geschichte der Bundesrepublik waren sich Deutschlands Frauen – Männer übrigens auch – so einig: Nur die Quote bringt´s!

Jutta Wagner
Rechtsanwältin und Notarin