Pressemitteilungen

 

16.11.2014 - offener Brief an die Bundesregierung

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
sehr geehrter Herr Vizekanzler,
sehr geehrte Mitglieder des Bundeskabinetts,

Sie haben sich in Ihrem Koalitionsvertrag verpflichtet, den Anteil weiblicher Führungskräfte zu erhöhen und dazu zu Beginn der 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages gesetzliche Quoten für Auf-sichtsräte und Vorstände einzuführen. Damit wäre nach Jahrzehnten der Auseinandersetzung ein wich-tiger Etappensieg für mehr Gleichberechtigung errungen, den Frauen und Männer aus allen politischen Parteien und aus allen gesellschaftlichen Bereichen möglich gemacht haben.
Bundesministerin Manuela Schwesig und Bundesminister Heiko Maas haben bereits im März dieses Jahres Eckpunkte für ein Gesetz für mehr Frauen in Führungspositionen vorgelegt. Damit setzen Ihre Kollegen die Vorgaben des Koalitionsvertrags um. Der Entwurf ist ein guter erster Schritt für mehr weib-liche Führungskräfte in der Privatwirtschaft, auch wenn manche von uns noch weitergehende Regelun-gen befürworten.
Trotzdem warten wir bisher vergeblich darauf, dass der Gesetzentwurf auf der Tagesordnung des Kabi-netts steht. Stattdessen hören wir von immer neuen Störmanövern. Damit muss jetzt Schluss sein! Es ist höchste Zeit, dass Sie den Koalitionsvertrag erfüllen, den Weg frei machen für parlamentarische Beratungen und für die Verabschiedung der Quote für Aufsichtsräte.

Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung,
Vorgängerregierungen haben in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass sie schnell und zügig handeln konnten.
Beispiel Wehrpflicht: Einst als unverzichtbare Errungenschaft der Bundesrepublik gefeiert, wurde sie binnen weniger Monate abgeschafft. 
Oder der Atomausstieg, über Jahrzehnte einer der größten politischen Zankäpfel, wurde nach der Kata-strophe von Fukushima im Handstreich möglich gemacht.
Wir sind sicher, dass es Ihnen auch bei der Quote gelingen kann, Widerstände zu überwinden. Millionen von Frauen und Männern stehen dabei an Ihrer Seite.

Sie, Frau Bundeskanzlerin, haben Mitte Oktober vor einhundert Führungsfrauen zugesagt, dass die Quote kommt, und dies unlängst vor den führenden Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern auf dem Deutschen Arbeitgebertag bekräftigt. Wir freuen uns über Ihre klaren Worte und erwarten, dass die Bundesregierung nun zügig handelt!

Mit freundlichen Grüßen
Die Initiatorinnen der Berliner Erklärung

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Zustimmung zum offenen Brief erwünscht unter: http://direktzu.de/kanzlerin/messages/gesetzentwurf-zur-quote-im-kabinett-57288

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/quotenregelung/offener-brief-gegen-quoten-blockade-38585386.bild.html

http://www.berliner-zeitung.de/politik/-bundestag-frauenquote-in-der-cdu,10808018,29059870.html

http://www.saalzwei.de/exklusives/artikel/managerinnen-fordern-frauenquote/

 

15.4.2013 - Brief an alle Bundestagsabgeordneten vom 12. April 2013
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13.4.2011 - Pressemitteilung
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E-Petition der Frauenverbände für Mindestquote von Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft veröffentlicht

Link zur epetition:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=17335

15.12.2011 - 12:00 Uhr Bundespressekonferenz zur Berliner Erklärung

BERLINER ERKLÄRUNG: AUFTAKT FÜR ÜBERPARTEILICHE INITIATIVE VON FRAUENVERBÄNDEN UND PARLAMENTARIERINNEN FÜR MEHR CHANCENGLEICHHEIT IN DER WIRTSCHAFT

Abgeordnete aller sechs im Bundestag vertretenen Parteien und die Vertreterinnen sechs großer Frauenverbände fordern die tatsächliche Durchsetzung der im Grundgesetz garantierten Gleichberechtigung von Frauen und Männern und die Beseitigung bestehender Nachteile für weibliche Karrieren.

Berlin, 15.12.2011: Sechs der führenden Frauenverbände in Deutschland – Business and Professional Women (BPW), Deutscher Juristinnenbund (djb), Deutscher LandFrauenverband, European Women‘s Management Development (EWMD), Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR), Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) und weibliche Abgeordnete aller sechs im Bundestag vertretenen Parteien verabschieden heute die Berliner Erklärung für eine Stärkung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in Führungspositionen der Wirtschaft durch klare gesetzliche Vorgaben. Neben den genannten Initiatorinnen stehen bereits eine Reihe prominenter Erstunterzeichnerinnen hinter der überparteilichen und überfraktionellen Initiative.
 
Mit der Berliner Erklärung fordern die zwölf Initiatorinnen die gleichberechtigte Mitwirkung von Frauen an den Entscheidungsprozessen in den Führungs- und Kontrollgremien der Wirtschaft. Eine verbindliche und sanktionsbewehrte Mindestquote von zunächst mindestens 30 Prozent für die  Aufsichtsräte der börsennotierten, mitbestimmungspflichtigen und öffentlichen Unternehmen soll dazu der erste Schritt sein.
 
Mit der Berliner Erklärung haben sich erstmals Frauen aller Fraktionen des Deutschen Bundestages gemeinsam zur Frage gesetzlicher Vorgaben mit dem Ziel der Erhöhung des Frauenanteils in den Führungsetagen der Wirtschaft positioniert und gemeinsame Forderungen aufgestellt. Die Verbände würdigen diese gemeinsame Anstrengung der Abgeordneten, insbesondere angesichts der divergierenden Auffassungen zum Thema innerhalb und zwischen den Parteien. Die Verbände begrüßen ausdrücklich, dass eine gemeinsame Position zu dieser wichtigen und grundsätzlichen gesellschaftlichen Frage formuliert werden konnte, die mit einer konkreten Forderung nach gesetzlichen Maßnahmen verbunden ist.
 
Die Berliner Erklärung bildet den Grundstein für ein breites gesellschaftliches Bündnis, um endlich effektive Maßnahmen zur Umsetzung der Gleichberechtigung in den Unternehmen auf den Weg zu bringen. Prominente Frauen aus dem gesamten Spektrum von Politik, Verbänden, Wirtschaft und Gesellschaft haben die Erklärung bereits unterschrieben – darunter Senta Berger, Dr. Margarete Haase, Steffi Jones, Alice Schwarzer und Friede Springer.
 
Die Berliner Erklärung ist ein Aufruf an alle Befürworterinnen und Befürworter einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an den Führungspositionen der deutschen Wirtschaft, ihre Unterstützung durch die Unterzeichnung der Erklärung kenntlich zu machen. Die Berliner Erklärung kann im Internet unter www.berlinererklaerung.de unterschrieben werden.

11.07.2011 - Pressemitteilung überfraktionelle "Initiative der Frauen" für Quote in Aufsichtsräten

Die stellvertretenden Vorsitzenden der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, Ekin Deligöz, und SPD, Dagmar Ziegler, erklären:Gemeinsam mit Ingrid Fischbach und Rita Pawelski (beide CDU), Caren Marks (SPD) und Monika Lazar (Bündnis 90/Die Grünen) haben wir die Initiatorinnen der E-Petition "Gleichstellungsrecht " Erhöhung des Frauenanteils und gesetzliche Mindestquote für die Aufsichtsräte" zu einem Gespräch eingeladen. Die Resonanz war groß und in zentralen Punkten bestand Einigkeit. Am Ende unserer Sitzung wurde eine überfraktionelle Initiative der Frauen ins Leben gerufen.

Von den sechs beteiligten Verbünden, die die E-Petition tragen, sind fünf unserer Einladung gefolgt: die Hauptpetentin Monika Schulz-Strelow, Präsidentin des Vereins "Frauen in die Aufsichtsräte", der Deutsche Juristinnenbund, vertreten durch seine Präsidentin Jutta Wagner. Des weiteren nahmen die Präsidentin Henrike von Platen von Business and Professional Women Germany, die Geschäftsführerin Carlotta Köster-Brons des Verbandes der deutschen Unternehmerinnen sowie die Vorstands-Sprecherin Rena Bargsten von European Women's Management Development am Gespräch teil. Komplettiert wurde unsere Runde durch weitere Vertreterinnen der Verbände und zahlreiche Kolleginnen aus unseren Bundestagsfraktionen.

In folgenden zentralen Punkten besteht Einigkeit:

  1. Wir brauchen eine gesetzliche Quote für Frauen in Aufsichtsräten, weil freiwillige Selbstverpflichtungen keine Wirkung entfalten, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben.
  2. Nur mit vereinten Kräften können wir unser Ziel erreichen. Um unsere Sache zum Erfolg zu führen, brauchen wir eine starke gesellschaftliche und politische Allianz.

Deshalb haben wir weitere Schritte vereinbart. Ein nächstes Treffen wird im Herbst stattfinden. Die bei der Veranstaltung nicht anwesenden Fraktionen von FDP und DIE LINKE sind herzlich eingeladen sich anzuschließen. Weitere Verbände und Vereinigungen, die gemeinsam mit uns für eine faire Vertretung von Frauen in Aufsichtsräten kämpfen wollen, sind ebenso herzlich willkommen.